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Virtuelle Engineering-Workbenches und cloudbasierte SIL-Tests: Beschleunigung der SDV-Entwicklung

Auf der CES 2026 hat IPG Automotive einen wichtigen Beitrag zum aktuellen Wandel der Branche hin zu einer effizienten, skalierbaren und zuverlässigen Softwarevalidierung für softwaredefinierte Fahrzeuge (SDVs) geleistet. Während die große Bühne in Las Vegas Sichtbarkeit geboten hat, lag der Fokus der Fachmesse auf einer Reihe transformativer Technologien, die die Art und Weise neu definieren, wie Ingenieurteams Automobilsoftware entwickeln und validieren. 

 

SDVs als Herausforderung 

OEMs und Zulieferer werden durch zunehmend softwaregesteuerte Fahrzeugarchitekturen mit steigender Komplexität, häufigen Updates und strafferen Zeitplänen in der Validierung konfrontiert. Hier können herkömmliche hardwarezentrierte Tests nicht mithalten, und Probleme, die erst spät im Prozess entdeckt werden, führen oft zu kostspieligen Gewährleistungsansprüchen. Da die Software heute zu den Hauptursachen für Gewährleistungskosten zählt, ist eine frühzeitigere und umfassendere Validierung unerlässlich geworden. 

 

Virtuelle Engineering-Workbenches 

Um diese Herausforderungen anzugehen, setzen Unternehmen virtuelle Engineering-Workbenches ein, die Simulation, virtuelle Steuergeräte, Cloud-Infrastruktur und Bibliotheken für Szenarien umfassen. Sie ermöglichen es Teams: 

  • virtuelle Fahrzeugprototypen zu erstellen, bevor Hardware verfügbar ist 

  • Software kontinuierlich mithilfe von SIL-Tests zu validieren 

  • für jede Software-Version umfangreiche Regressionstests durchzuführen 

  • Workflows zwischen Ingenieurteams global abzustimmen 

  • Tests mit CI-/CD-Pipelines zu automatisieren 

Diese Möglichkeiten werden bereits in großem Umfang in der gesamten Branche eingesetzt. 

 

Cloud-basierte SIL-Tests mit AWS-Infrastruktur 

Die Cloud-Technologie spielt für die Virtualisierung der Automobilbranche eine Schlüsselrolle. Mit AWS können Ingenieurteams Tausende von SIL-Simulationen parallel ausführen. Sie werden von der Toolkette von IPG Automotive unterstützt, die aus CarMaker, virtualisierten Sensoren und virtuellen Steuergeräten besteht. Durch diese Kette können OEMs hochrealistische digitale Zwillinge erstellen und Validierungsschleifen beschleunigen. 

Die wichtigsten Vorteile sind: 

  • massive, parallele Testdurchführung 

  • kosteneffiziente Skalierung ohne Hardware-Investitionen 

  • automatisierte Pipelines für Aufbau, Simulation und Reporting 

  • globale Verfügbarkeit für verteilte Teams 

 

Anwendung in der Praxis 

Honda, Magna Steyr und Continental Engineering Services setzen bereits auf cloudbasierte Simulationen und virtuelle Prototypen: 

  • Honda: Ausführung von Szenarien in der Cloud für deutlich schnellere ADAS- und AD-Tests 

  • Magna Steyr: Standardisierte Software-Integration und beschleunigte globale Zusammenarbeit 

  • Continental Engineering Services: Skalierbare SIL-Pipelines zur Verbesserung der Softwarequalität und Minderung von Risiken 

In allen drei Beispielen werden durch weniger Überarbeitungsbedarf, schnellere Feedback-Zyklen und geringere Gewährleistungskosten hervorragende Ergebnisse erzielt. 

 

Ergebnis und Ausblick 

Die Kombination von virtuellen Engineering-Workbenches mit cloudbasierten SIL-Tests ermöglicht eine frühere Fehlererkennung, eine höhere Testabdeckung, eine geringere Abhängigkeit von physischen Prototypen und eine verbesserte Zeitplanung. Somit steht zum SOP eine höhere Softwarequalität zur Verfügung. 

Auf der CES 2026 wurde deutlich, wie schnell sich die Branche in Richtung einer cloudbasierten, softwarezentrierten Entwicklung bewegt. IPG Automotive wird diesen Wandel weiterhin mit fortschrittlichen Simulationstools, virtuellen Fahrzeugtechnologien und Prozessen unterstützen, die OEMs und Zulieferern dabei helfen, sicherere, intelligentere und zuverlässigere Fahrzeuge zu entwickeln.