Ein Branchentreff mit Signalwirkung: Open House Germany 2026 setzt Impulse für intelligente Teststrategien
Mit rund 350 Teilnehmenden bot das Open House Germany 2026 ein eindrucksvolles Forum, in dem Expert*innen gemeinsam über zukunftsweisende Teststrategien und virtuelle Entwicklungsprozesse diskutierten.
Unter dem Motto „Seamless Virtual Development: Intelligent Testing Across All Stages“ hat IPG Automotive am 17. März 2026 das Open House Germany in der Gartenhalle des Karlsruher Kongresszentrums ausgerichtet. Die Veranstaltung zeigte eindrucksvoll, wie konsequent integrierte virtuelle Prozesse die Entwicklung softwaredefinierter Fahrzeuge prägen – und warum Virtualisierung ein unverzichtbarer Bestandteil moderner Entwicklungsstrategien ist.
Bereits zum Auftakt wurde deutlich, dass die Branche vor neuen Herausforderungen steht: hochvernetzte Systeme, steigende Funktionskomplexität und der Druck, schneller und skalierbarer zu testen. Virtuelle Workflows, vom Konzept bis zur Homologation, sind dabei entscheidend. President & CEO Steffen Schmidt betonte in seiner Begrüßung, dass ein durchgängiger digitaler Entwicklungsprozess Grundvoraussetzung für Effizienz, Sicherheit und Zukunftsfähigkeit ist.
Einen inhaltlichen Schwerpunkt setzte anschließend die Keynote von Dr. Christopher Wiegand (HOLON GmbH). Darin verdeutlichte er, dass die simulationsbasierte Homologation angesichts wachsender Anforderungen an die Operational Design Domain (ODD) und dynamischer Softwareumfänge zunehmend zur Grundlage für die Zulassung autonomer Systeme wird. Glaubwürdige Modelle, konsistente Daten und flexible Testinfrastrukturen seien dafür essenziell, so Wiegand – ein Impuls, der bei den Teilnehmenden auf große Resonanz stieß.
Im Tagesverlauf präsentierten Expert*innen von IPG Automotive aktuelle Entwicklungen rund um durchgängige Teststrategien, ADAS/AV-Validierung und XIL-Umgebungen. Gezeigt wurde, wie vollständig digitalisierte Testketten, skalierbare Szenarien und KI-basierte Methoden die Validierung neuer Funktionen beschleunigen und eine Fragmentierung in Entwicklungsprozessen überwinden können. Der Fokus lag dabei klar auf integrierten Datenflüssen, die schnelle Iterationen und fundierte Entscheidungen ermöglichen.
Einen wichtigen Beitrag zum Gesamterlebnis leistete die umfangreiche Fachausstellung, in der mehr als 25 Unternehmen ihre Technologien präsentierten. Das Publikum nutzte die Gelegenheit, Vehicle-in-the-Loop-Ansätze, hochpräzise Sensorik, neue Simulationsumgebungen und Testsysteme live zu erleben. Die Vielfalt der gezeigten Technologien verdeutlichte, wie eng Hardware- und Softwarelösungen inzwischen miteinander verzahnt sind.
Mit dem Zusammenspiel aus zukunftsweisenden Ansätzen, praktischen Einblicken und intensivem Austausch untermauerte das Open House Germany seine Rolle als zentraler Treffpunkt der Fahrzeugentwicklungsbranche. Die Veranstaltung bewies eindrucksvoll, wie leistungsstark virtuelle Methoden sind – und wie IPG Automotive gemeinsam mit Partnern und Kunden daran arbeitet, ihr Potenzial weiter auszubauen.