Kompakte Testlösung für die Validierung von Fahrzeugsystemen der nächsten Generation
Da sich Fahrzeugarchitekturen zunehmend zu softwaredefinierten, hochautomatisierten und sicherheitskritischen Systemen entwickeln, ist der Bedarf an effizienten und realitätsnahen Absicherungsumgebungen größer denn je. IPG Automotive erweitert sein Portfolio an Testsystemlösungen um zwei neue kompakte Plattformen: Brake-in-the-Loop Lite und Steering-in-the-Loop Lite.
Diese schlüsselfertigen Lösungen ermöglichen Ingenieur*innen die Validierung vollständiger Brems- und Lenksysteme unter reproduzierbaren Laborbedingungen und bieten gleichzeitig eine durchgängige Integration in das CarMaker-Ökosystem sowie bestehende Absicherungsumgebungen für Hardware-in-the-Loop (HIL), Driver-in-the-Loop (DIL) und Fahrerassistenzsysteme (ADAS).
Brake-in-the-Loop Lite: Reale Bremssysteme im virtuellen Fahrversuch
Moderne Bremssysteme werden immer komplexer: Heute können sie Brake-by-Wire-Architekturen, integrierte Servobremssysteme, elektromechanische Bremsen und fortschrittliche Sicherheitsfunktionen integrieren. Das macht die frühzeitige und effiziente Absicherung dieser Systeme unerlässlich.
Das neue Testsystem Brake-in-the-Loop Lite ist eine kompakte Lösung, die für die Absicherung realer Bremssteuergeräte einschließlich der hydraulischen Komponenten für ADAS- und AV-bezogene Testfälle entwickelt wurde. Ein externer Pedalaktuator ist damit nicht mehr nötig. Durch den Fokus auf die ECU-gesteuerte Erzeugung des Bremsdrucks bietet das System eine kosteneffiziente und flexible Testplattform für Bremsfunktionalität und Systeminteraktionen.
Die Hauptvorteile:
Validierung vollständiger Bremssysteme, einschließlich Brake-by-Wire- und elektromechanischer Bremsarchitekturen (EMB)
Kompaktes Design ohne Pedalaktuator für weniger Komplexität und Platzbedarf
Einbindung in ADAS- und Fahrwerk-HIL-Umgebungen
Geeignet für Driver-in-the-Loop- und Systemintegrationsplattformen
Absicherung sicherheitskritischer und automatisierter Bremsvorgänge
Steering-in-the-Loop Lite: Kompakte und effektive Validierung von Lenksystemen
Neben Bremssystemen entwickeln sich auch Lenkungstechnologien rasant weiter, angetrieben durch Fahrerassistenzsysteme, automatisierte Fahrfunktionen und X-by-Wire-Innovationen.
Als kompakte, kostengünstige Lösung für den Test vollständiger Lenksysteme begegnet das neue Steering-in-the-Loop Lite diesen Herausforderungen. Die Plattform verwendet einen leistungsstarken kraft- und positionsgeregelten Linearaktuator, um die Belastungen der Zahnstange unter festgelegten und reproduzierbaren Laborbedingungen präzise nachzubilden.
Die Hauptvorteile:
Vollständige Validierung des Lenksystems einschließlich EPS-Steuergerät-Tests
Dank der geringen Stellfläche findet die Plattform Platz in Laboren und Büros
Realitätsnahe Reproduktion der Zahnstangenkraft mithilfe physikalischer Reifensimulationsmodelle wie CDTire
Unterstützung bei der Driver-in-the-Loop-Einbindung
Kosteneffiziente Lösung mit einem einzigen Zahnstangenantrieb
Mehrwert durch integriertes Testen
Eine der Hauptstärken beider Lite-Systeme ist ihre nahtlose Einbindung in eine umfassendere virtuelle Testumgebung. Das Xpack Real-time System bildet die technologische Basis beider Lösungen. In Kombination mit CarMaker ermöglichen sie interdisziplinäre Tests über verschiedene Fahrzeugdomänen hinweg und lassen sich für eine umfassende Systemvalidierung mit zusätzlichen Prüfständen koppeln.
So können Entwicklungsteams komplexe Wechselwirkungen zwischen Lenkung, Bremsen, ADAS-Funktionen und Reglern für autonome Fahrzeuge in einer realitätsnahen virtuellen Umgebung bewerten, lange bevor reale Prototypen verfügbar sind. Durch die Einbindung realer Hardware in CarMaker-basierte Testaufbauten können Ingenieur*innen Systemprobleme frühzeitig erkennen und den Entwicklungszyklus beschleunigen.
Darüber hinaus unterstützen Brake-in-the-Loop Lite und Steering-in-the-Loop Lite die Absicherung von Funktionen, die für Euro NCAP-Szenarien relevant sind. Dazu gehören der automatisierte Notbremsassistent (AEB), der Spurhalteassistent (LKA) und weitere automatisierte Fahrfunktionen. Dies trägt dazu bei, ein belastbares Systemverhalten unter realitätsnahen und reproduzierbaren Testbedingungen sicherzustellen.
Erfahren Sie mehr auf unserer Brake-in-the-Loop Lite Produktseite.